Die IoT-Lösung von Euronav verbindet Schiffe mit der Küste, um mehr Effizienz und geringere CO2-Emissionen zu erzielen

Euronav ist die weltweit größte unabhängige börsennotierte Reederei für den Rohöl-Transport und ist bestrebt, seine Flotte bis zum Jahr 2050 emissionsfrei zu machen. Codit wurde beauftragt, mithilfe des IoT und der Cloud-Technologie den Weg hierfür zu ebnen.

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Zusammenfassung

Das Rohöl-Transportunternehmen Euronav hat umfassend in den digitalen Wandel investiert und nutzt eine zentrale Plattform zum Empfang von IoT-Daten aus Schiffen, um Erkenntnisse zu gewinnen und Betriebskosten, Kraftstoffverbrauch und damit auch den CO2-Fußabdruck des Unternehmens zu senken.

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  • Ansatz
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Herausforderung

Euronav, eine marktführende Reederei für den Transport von Rohöl, engagiert sich für mehr Verantwortungsbewusstsein und Nachhaltigkeit in der Tankerbranche. Durch die Nutzung intelligenter IoT-Technologie geht es als gutes Beispiel voran und vollzieht den digitalen Wandel. Die Ziele:

Mehr Sicherheit und Umweltschutz, mehr Energieeinsparungen der Schiffe, Verringerung des Kraftstoffverbrauchs, des CO2-Fußabdrucks sowie der Betriebsausgaben (OPEX) für Schiffe, Verbesserung der Zusammenarbeit und Gesamteffizienz sowie Entwurf einer Strategie für Nullemissionen bis zum Jahr 2050.

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Die Schifffahrtbranche zählte stets zu den Branchen mit starkem Fokus auf dem Kostenfaktor. Euronav möchte nun durch die Senkung seiner Kosten einen Wettbewerbsvorteil erzielen. Aber damit nicht genug: Euronav ist bestrebt, eine Vorreiterrolle im Bereich der digitalen Technologie zu übernehmen. Dies soll durch Ausstattung seiner Schiffe mit zahlreichen Sensoren erfolgen, um auf den Schiffen und in der Cloud Daten zu erfassen.

Durch Interpretation der Daten können die Kapitäne und das Küstenpersonal die Effizienz der Schiffe erhöhen. Tatsächlich ist es Euronav durch den Abgleich technologischer, geschäftlicher und umweltbezogener Ziele gelungen, in der Branche führend zu bleiben.

Die erwarteten Kurzzeitergebnisse umfassen die Verringerung des Kraftstoffverbrauchs der Schiffe, die Optimierung der Abläufe sowie bessere Kommunikation zwischen Schiffen und Küste.

Das ehrgeizige Vorhaben umfasste die Schaffung einer IoT-Plattform, die sowohl auf dem Schiff als auch auf der Cloud im Einsatz ist. Der weltweiten Kommunikation mit Schiffen stehen mitunter Verbindungsprobleme sowie eine hohe Latenz des Netzwerks im Weg. Somit war eine Lösung gefragt, die robust genug ist, um intelligenten Datenaustausch zwischen Schiff und Küste zu ermöglichen. Zudem galt es, eine „Single Source of Truth“ (SSOT) für Daten zur Hand zu haben: die Cloud.

Und da hohe Mengen an potenziell sensiblen Daten verarbeitet werden, war höchste Sicherheit unabdingbar.

Euronav investiert in den digitalen Wandel, um durch datengestützte Entscheidungen und Energieeinsparungen Innovationsvorreiter in der Schifffahrtsbranche zu werden.

Hugo De Stoop CEO, Euronav

Ansatz

Euronav hat ein ehrgeiziges Projekt – FAST (Fleet Automatic Statistics & Tracking) ins Leben gerufen. FAST ist als zentrale Plattform vorgesehen, die für die Echtzeitanalyse die von den Maschinen auf den Öltankern übertragenen Messdaten nutzt. Hauptzweck der Plattform ist es, datengestützte Entscheidungen zu ermöglichen.

Sehr bald war klar, dass die Erfassung zuverlässiger Echtzeit-Sensordaten eine wesentliche Komponente sein musste, mit anderen Worten: die Nutzung des Internets der Dinge.

Als Microsoft-Kunde nutzte Euronav bereits die Cloud-Plattform Microsoft Azure. Bei der Suche nach einem Partner für die Entwicklung einer IoT-Lösung fiel die Wahl auf Codit. Als Microsoft-Gold-Partner mit umfassender Erfahrung und Expertenkompetenz bei der Entwicklung des IoT-Backends war Codit als Umsetzungspartner die logische Wahl. Dazu kommt, dass Codit bereits über bewährte Erfahrung mit anderen Implementierungen in der Schifffahrtsbranche verfügt.

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Die Lösung nutzt IoT-Sensoren, die Messdaten von Motoren, Ladetanks, Bunker-Tanks, Navigationssystemen, Wettermessgeräten usw. erfasst. Die Daten werden durch eine zentrale Datenerfassung verarbeitet, gespeichert und in der Cloud verfügbar gemacht. Diese erfolgt über Microsoft Azure IoT Edge.

In das Konzept wurde eine Microservices-Architektur integriert. Das bedeutet, dass eine Reihe von separat nutzbaren Komponenten implementiert werden. Auf dem Schiff nutzt Codit ein leichtgewichtiges Kubernetes-Cluster zur Orchestrierung der eingesetzten Container. Azure Arc dient zur Einrichtung einer Management Plane für alle Kubernetes-Cluster. Der nächste Schritt besteht in der Übertragung von Container-Bildern vom Schiff zur Küste und zurück – ein nicht gerade einfaches Unterfangen.

Euronav hatte bereits für die Installation neuer Iridium-Certus-Antennen auf seinen Schiffen gesorgt. Diese gewährleisten einen konstanten Datenstrom vom Schiff zu Küstenstandorten. Die Schiffe sind zwar zu 95% der Zeit mit dem Internet verbunden, allerdings oft mit unzureichender Verbindungsqualität.

Ein Teil der Lösung war der engen Beziehung von Codit zu Microsoft zu verdanken: Microsoft arbeitete an einer vernetzten Version der Azure Container Registry und bot Codit die Möglichkeit, an einer privaten Vorschau teilzunehmen. Dadurch konnten die Entwickler von Codit auf den Schiffen eine On-Premises-Container-Registry installieren (mehr dazu erfahren Sie in unserem Blogpost).

Darüber hinaus kommt bei dieser Lösung Azure Service Bus zum Einsatz, um mit dem Schiff zu kommunizieren, sowie Azure Monitor und Container Insights, um Protokolle zu erfassen und im Störungsfall für Warnmeldungen zu nutzen.

Neben dieser Technologie werden die Daten auch zur FAST-Plattform von Euronav zur Verarbeitung übertragen. Die Plattform kann Zustand und Leistung des Schiffs unmittelbar analysieren, beispielsweise Kraftstoffverbrauch, und die Ergebnisse an Bord und an der Küste anzeigen. Darüber hinaus können Techniker an Bord die Daten durch zusätzliche Informationen anreichern. Sensordaten (Rohdaten) werden nötigenfalls zur Datenanalyse aufbewahrt.

Ergebnisse

Die FAST-Plattform unterstützt Euronav auf seinem Weg in Richtung Nachhaltigkeit. Einer der wichtigsten positiven Effekte vermehrter Echtzeit-Informationen ist die Senkung des Kraftstoffverbrauchs. Dazu gesellt sich eine Reihe von Vorteilen wie prädiktive Wartung, kürzere Wartezeiten am Kai und weniger Reklamationen.

Darüber hinaus entfällt durch die verbesserte Kommunikation zwischen Schiff und Küste das Verfassen von Berichten, wodurch dem Kapitän mehr Zeit für die Verwaltung des Schiffs bleibt.

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Die FAST-Plattform (Fleet Automatic Statistics & Trackings) ermöglicht Euronav einen Wettbewerbsvorteil in der Schifffahrtbranche, und in Zukunft wird Euronav weiter auf der aktuellen Erfahrung im Bereich der Datenanalyse aufbauen können. Die Teams in Antwerpen und Athen arbeiten bereits an neuen Dashboards, Berichten und Informationssystemen. Ein wichtiges Ergebnis der Digitalisierung ist die Senkung des Kraftstoffverbrauchs, wodurch das Unternehmen dem für 2050 angestrebten Nullemissionsziel einen Schritt näher rückt. Die Datenerfassung und -visualisierung erhöht aber auch Sicherheit und Umweltschutz und senkt die Betriebskosten.

Zudem verbessert die Plattform die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Schiff und Küste. Euronav hofft, die Crew dadurch besser in Entscheidungsprozesse einbinden zu können und in der weltweiten Euronav-Familie die Inklusivität zu fördern.

Die Worte des Kunden

“Wenn sich in unserer Branche irgendetwas verändert, dann wird es ein zunehmender Trend hin zu mehr Daten, mehr Technologie und besserer Nutzung dieser Daten und Technologien durch sehr erfahrene Menschen sein. Die Verschmelzung dieser beiden Faktoren garantiert ein optimales Ergebnis.”

Hugo De Stoop CEO, Euronav

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